Konzept
zur Neugestaltung
der "Kleinen Bühne"
des
Stadttheaters Beckum
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Der „kleine Saal“ des Beckumer Stadttheaters soll neugestaltet werden, und zukünftig sowohl als Theater- und Kinosaal genutzt, als auch für Lesungen oder auch Tagungen zur Verfügung stehen. Als Theatersaal soll er mit einem waagerechten Fußboden eine richtungsflexible Bespielbarkeit erlauben und somit auch experimentelle Aufführungsformen ermöglichen. All diese verschiedenen Nutzungen verlangen ein Höchstmaß an Flexibilität, sowohl bei der Ausgestaltung des Saales, als auch bei seiner Bühnentechnik. Der vorhandene Fußboden, der zur Bühne hin geneigt ist, soll durch einen neuen waagerechten Boden ersetzt werden. Dieser ist als aufgestelzte Doppelbodenkonstruktion vorgesehen, innerhalb derer man Kabelinstallationen beliebig führen und an den verschiedensten Orten abgreifen kann. Der Oberbelag ist als Holzparkett geplant. Die vorhandenen Wandverkleidungen sind zum großen Teil Provisorien oder befinden sich in einem verschlissenen Zustand. Sie sollen sämtlich entfernt und durch neue, ebenfalls flexible Verkleidungen ersetzt werden. Diese werden als beidseitig textilbespannte Hängepaneele ausgeführt, die z. B. im Falle von Lesungen eine helle Wandoberfläche bieten würden. Im Fall von Theateraufführungen können die Paneele einfach umgedreht aufgehängt werden und würden einen neutralen schwarzen Hintergrund bieten. Für diese Ausgestaltung sind zwei Varianten vorstellbar: 1.) Die Wandverkleidungen bekommen eine betont vertikale Einteilung, die dem ohnehin nicht besonders hohen Raum Höhenproportion verleiht. Der Sockelbereich ist analog zu historischen Architekturelementen in den anderen Theaterräumlichkeiten als ornamentierte Holzkassettenverkleidung vorgesehen. Diese Variante greift Jugendstilelemente aus der Entstehungszeit des Stadttheaters auf, ohne sie zu sehr in den Vordergrund zu stellen. 2.)
Die zweite Variante sieht ebenfalls eine vertikale Einteilung
der Wandverkleidungen vor, die sich durch große Fugen im Sockel und
Friesbereich des Raumes, ganz bewußt als „Verkleidungen“ auf den freigelegten
Rohbauwänden zu zeigen. Eine Überfrachtung durch althergebrachte Stilelemente
soll auf diese Weise vermieden werden, zugunsten eines zeitgemäßen,
flexiblen und experimentellen
Charakters, analog zu den in diesem Raum stattfindenden Aufführungen. Im weiteren sollen die vorhandene Decke, sowie die Stuckarbeiten im Decken- und Bühnenbereich restauriert und mit einem neuen Farbkonzept versehen werden. Die Bühnenbeleuchtung soll durch ein dreiseitig umlaufendes Trägersystem im Außenbereich der Gewölbedecke, ebenfalls der Flexibilität der Raumnutzung Rechnung tragen. Aufgrund der unzureichenden Deckenhöhe in den seitlichen Gängen muß dieses Trägersystem im Bereich der Gewölbedecke installiert werden, ohne diese zur Befestigung anzugreifen. Hierzu werden Konsolen gefertigt, die an der Rückwand des Raumes bzw. unter den Deckenflächen der seitliche Gänge angeschlagen werden. Die übrige Ausleuchtung des Raumes sollte durch Downlights im Bereich der seitlichen Gänge, durch Fußraumbeleuchtung im Sockelbereich, durch Uplights im äußeren Bereich der Gewölbedecke und durch versteckte Leuchten im Kuppelbereich hergestellt werden. Die vorhandene Bestuhlung des Saales ist für das zukünftige Nutzungskonzept unbrauchbar. Sie sollte durch eine einfache, variable Bestuhlung ersetzt werden. |